Stadt Straubing
Altbayerische Herzogstadt an der Donau
Straubing an der Donau zwischen Regensburg und Passau ist mit knapp 50.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt des Regierungsbezirks Niederbayern. Es ist das Zentrum des Gäubodens,
der „Kornkammer Bayerns“, einer fruchtbaren Ebene entlang der Donau. Straubing ist aber auch ein Tor zum nahen Bayerischen Wald. Hier in Straubing öffnet sich für den Besucher ein Bilderbuch der Geschichte aus über 7000 Jahren.
Spuren dieser 7000-jährigen Geschichte
Das Gäubodenmuseum lädt mit seinen reichen Sammlungsbeständen ein zu einem Gang durch die reiche Vergangenheit der Region. Die vorgeschichtliche Abteilung behandelt alle Kulturen von der Jungsteinzeit bis hin zu den Kelten. Die Römische Abteilung ist derzeit eine der größten ihrer Art in Bayern. Weltbekannt ist der Römische Schatzfund von Straubing: Er umfasst zahlreiche Teile von sogenannten „Paraderüstungen“ wie Gesichtshelme, Beinschienen und Rossstirnen. Seit September 2018 ist eine neue, spektakuläre Abteilung den Anfängen der Baiern und der Straubinger Altstadt gewidmet.
Historischer Friedhof mit Basilika St. Peter
Kelten, Römer und frühe Bayern lebten im Bereich des ersten Siedlungskerns um den heutigen Kirchhügel von St. Peter. Der wunderbare Historische Friedhof St. Peter ist einer der stimmungsvollsten im deutschsprachigen Raum. Im Zentrum steht die romanische Basilika St. Peter. Dazu gruppieren sich drei gotische Kapellen und Grabdenkmäler aus sieben Jahrhunderten.
Foto: Bernhard
Stadtanlage und Stadtplatz
Im Jahr 1218, also vor mehr als 800 Jahren, gründete Herzog Ludwig der Kelheimer die Neustadt Straubing, das heutige Zentrum der Stadt. Die Hauptachse dieser Neustadt bildet der Stadtplatz, eine rund 600 m lange, breite Straße. Im Mittelpunkt dieses Straßenmarktes erhebt sich der 68 m hohe gotische Stadtturm, begonnen im Jahr 1316 und erst im 16. Jahrhundert vollendet. Er war der erste Rathausbau, ein starker Wacht- und Glockenturm – mit seinen fünf Spitzen das Wahrzeichen Straubings. Der Stadtplatz wird von stattlichen Häusern mit Flachdächern und hohen Treppengiebeln und mit Fassaden von der Spätgotik bis zur Moderne gesäumt. In der Mitte des Theresienplatzes ragt die Dreifaltigkeitssäule empor. Einem Gelübde getreu ließ die Bürgerschaft im Jahre 1709 dieses prächtige Denkmal errichten.
Das Herzogsschloss an der Donau
Zwischen 1353 und 1425 war Straubing die bayerische Hauptstadt des wittelsbachischen Herzogtums Bayern-Straubing-Holland. Halb Niederbayern und die Grafschaften Hennegau, Holland, Seeland und die Herrschaft Friesland bildeten ein selbstständiges Fürstentum. Das Burgschloss an derbDonau wurde 1356 von Herzog Albrecht I. begonnen. Es war Wohn- und Verwaltungssitz, Finanzbehörde und Festungsbau und besitzt einen der größten Festsäle seiner Zeit.
Foto: Bernhard
Die Jakobskirche
Die Stadtpfarrkirche und päpstliche Basilika minor St. Jakob und St. Tiburtius in Straubing, begonnen in den Jahren um 1400, gehört zu den herausragenden Sakralbauten im Gebiet der niederbayerischen Donau. Die backsteingotische Hallenkirche darf in vielerlei Hinsicht als „Königin der Kirchen Niederbayerns“ gelten. In ihrer geschichtlichen und architektonischen Entwicklung und ihrer außerordentlich reichen Ausstattung spiegelt sich die lokale, regionale und bayerische Kunstgeschichte vom späten Mittelalter bis zur Moderne wider. Das Moses-Fenster nach Entwurf von Albrecht Dürer zählt zu den epochalen Werken der Glasmalerei um 1500.
Foto: Bernhard
Straubing und die Gebrüder Asam
Kaum eine andere Stadt war so eng mit dem Schaffen der bedeutendsten Künstlerfamilie des altbayerischen Barocks verbunden wie Straubing: mit der Familie Asam. Den Schlusspunkt des gemeinsamen Lebenswerkes der berühmten Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin bildete die Klosterkirche der Ursulinen (1736 – 1741). Egid Quirin als Architekt, Stuckator und Bildhauer, Cosmas Damian als Ölmaler und Freskant schenkten Kloster und Stadt mit diesem Zentralbau und Gesamtkunstwerk ein Juwel des Spätbarocks am Übergang zum Rokoko.
Foto: Rolf Kranz
Straubing „A Trumm vom Paradies“
Als absoluter Höhepunkt im Veranstaltungskalender der Region gilt alljährlich das Gäubodenvolksfest. Es entstand als landwirtschaftliches Vereinsfest im Jahre 1812 und entwickelte sich zu Bayerns zweitgrößtem Volksfest. „A Trumm vom Paradies“ nennen es die Straubinger. Mehr als 26.500 Sitzplätze in sieben Festzelten warten auf die rund 1,4 Millionen Besucher aus aller Welt.
Radeln, Wandern und Tiere erleben
Rund um Straubing, vor allem entlang der Donau, gibt es viele Möglichkeiten, die Umgebung zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden, denn die Stadt liegt unter anderem am Donauradweg und am Donaupanoramaweg. Natur erleben kann man außerdem im Tiergarten Straubing, seit jeher ein Publikumsmagnet und der größte in Ostbayern. Er ist eingebettet in eine alte Parkanlage und beherbergt einheimische und exotische Tiere in 200 Arten.
Sogar ein jungsteinzeitliches Bauernhaus wartet auf junge und jung gebliebene Besucher. Die neue Freizeiteinrichtung „Blue Brix – Straubinger Wunderwelten“ lässt die Herzen von Modelleisenbahn-Fans höherschlagen.
Tourist Information Straubing
Fraunhoferstraße 27
94315 Straubing
T: +49 9421 94469199
M: tourismus@straubing.de
W: www.straubing.ded