„Gottesgarten am Obermain“ wird das Obermainland auch genannt, der Land- strich Frankens, der für seine barocken Baudenkmäler und seine lebendige Handwerkskunst berühmt ist. Das sanft gewellte Hügelland und die breite Fluss- aue am Oberlauf des Mains ergeben ein gutes Terrain für entspannende Wander-, Rad- und Bootstouren, neue Kraft tankt man anschließend in der Therme in Bad Staffelstein. Einen besonderen Ausblick auf die Schätze der Region, insbesonde- re Kloster Banz und die weltberühmte Wallfahrerbasilika Vierzehnheiligen, hat man vom sagenumwobenen Staffelberg aus. In Lichtenfels und Michelau gibt es noch Zeugnisse der einstigen Korbma- chertradition. Ausgedehnte alte Buchenwälder be- stimmen in weiten Teilen den Naturpark Steigerwald. Erschlossen ist die Region über ein weitläufiges Rad- und Wander- wegenetz, zu dem der Qualitätsweg Steigerwald-Panoramaweg von Bad Windsheim nach Bamberg zählt. Die Stadt an de Regnitz, die vor allem wegen ihres ungewöhnlichen Insel-Rathauses berühmt ist, gilt als fränkisches „Klein- Venedig“. Doch auch anderswo rund um den Steigerwald gibt es sehenswerte Schlösser, Burgen und Klöster zu entde- cken, Schloss Weißenstein etwa, eine der glanzvollsten Barockanlagen Fran- kens. Die Basilika der Zisterzienser-Abtei Ebrach ist ein einzigartiges Zeugnis früh- gotischer Baukunst in Deutschland. Der Süden Im Naturpark Altmühltal entfaltet sich eine Urlaubslandschaft wie aus dem Bilderbuch – mit Wasser und Wiesen, bizarren Dolomitfelsen und duftenden Wacholderheiden, Burgen, Schlössern und romantischen Städtchen. Ruhig fließt die Altmühl dahin und passiert dabei Treuchtlingen, Solnhofen, Dolln- stein, die Bischofs- und Universitätsstadt Eichstätt sowie Kipfenberg, Kinding und Beilngries, ehe sie in Dietfurt auf den Main-Donau-Kanal trifft. In den genann- ten Orten gibt es viel zu entdecken, von Urzeitschätzen im Schiefer über Zeug- nisse der Römer bis hin zu prachtvollen Burgen und Schlössern. Im Süden von Nürnberg gelegen, ist die Ferienregion Fränkische Seenplatte noch sehr jung: Erst in den letzten 40 Jahren entstanden nach und nach die Seen, die das Gebiet zum Zentrum des Wassersports in Fran- ken und zum idealen Urlaubsort für die ganze Familie machen. Insgesamt sieben große Seen – Altmühlsee, Großer und Kleiner Brombachsee, Rothsee, Igels- bachsee, Hahnenkammsee und Dennen- loher See – und zahlreiche kleinere laden ein zum Baden, Surfen, Segeln, Tauchen, Bootfahren und Angeln. Auch abseits der Seen lohnt es sich, einen Blick zu werfen, so verläuft etwa der römische Grenzwall Limes quer durch die uralte Kulturland- schaft, außerdem gibt es geschichtliche Zeugnisse von der Karolingerzeit bis zum Barock, darunter Kirchen und Re- sidenzen, kleine Fachwerkstädtchen und sogar ehemalige Reichsstädte. Als „Romantisches Franken“ wird eine Ferienregion bezeichnet, die gleich zwei Urlaubslandschaften in sich ver- eint, nämlich den Naturpark Franken- höhe und das Gebiet entlang der Ro- mantischen Straße. Mit seiner dicken, turmbewehrten Stadtmauer, den ver- winkelten Gässchen und alten Fach- werkhäusern bietet Rothenburg ob der Tauber Mittelalter pur. Ähnlich sehens- wert sind die Städtchen Dinkelsbühl, Feuchtwangen, Schillingsfürst und Ans- bach, das auch als fränkische „Perle des Rokoko“ bekannt ist. Der nahe gelege- ne Naturpark Frankenhöhe gehört zu den am dünnsten besiedelten Landstri- chen in Bayern und ist gleichzeitig eine der sonnenreichsten Gegenden Süd- deutschlands. Der Westen Eingebettet zwischen Spessart, Rhön, Steigerwald und Taubertal liegt das Fränkische Weinland, wo romantische Winzerorte und die Residenzstadt Würzburg locken. Überall in der Ge- gend lassen sich Frankenweine verkos- ten, aber es gibt auch unglaublich viel zu sehen, das Würzburger Residenz- schloss zum Beispiel mit dem Decken- gemälde von Tiepolo und dem elegan- ten Treppenaufgang oder die Festung Marienberg, die einst Sitz der Fürstbi- schöfe war. Im nahen Volkach, eben- falls ein Winzerort, lohnt ein Besuch in der Kirche „Maria im Weingarten“, die ein Riemenschneider-Altar schmückt. Der Spessart, der den romantischen Dichter Wilhelm Hauff zu seiner be- rühmten Geschichte „Das Wirtshaus im Spessart“ inspirierte, ist heute vor allem ein Wanderparadies. Entlang der Wege begeistern herrliche Aussichten, weite Täler und Ruinen, außerdem laden Biergärten – sogar mitten im Wald – zu einer entspannenden Pause ein. Eher entlang der sonnenverwöhn- ten Hänge im nahen Maintal verlaufen viele Radwege wie zum Beispiel der MainRadweg. Zwischen den Weinber- gen reiht sich dort ein Winzerdorf ans andere, und die typischen fränkischen Fachwerkbauten, spitzgiebeligen Häu- ser, engen Gassen und Weinstuben mit Butzenscheiben verleihen der Gegend eine heitere Note. Wer Körper und Geist verwöhnen will, der ist in den Spessart-Kurorten Bad Orb und Bad Soden-Salmünster bestens aufgehoben, die umfangreiche Wellness- und Ge- sundheitsprogramme anbieten. Ebenso lohnen sich Entdeckungstouren, etwa nach Aschaffenburg oder zum Schloss Mespelbrunn. Anzeigen n e k n a r F n o i g e r n e i r e F 49